Triathlon- und Ausdauersport

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Freiwasserpanik - Mitteldistanz in Frankfurt am Main (von Silke Hindennach)

Freiwasserpanik ... so beginnt mein Wettkampfbericht von der MD Frankfurt 2021. Nachdem ich 20 Jahre Wettkampfpause und meine Freiwasserpanik in all den Jahren erfolgreich verdrängt hatte, stand 2019 die Frankfurter Mitteldistanz an als Vorbereitung für Roth 2020 an. Tja - Schwimmen war bei der MD 2019 ein mittleres Drama und so habe ich 2020 ein mentales Coaching versucht, welches mir zukünftig helfen sollte, damit besser umzugehen zu können. Frankfurt 2021 - die Top 100 stürzen sich alle ins Wasser und für den Rest beginnt der Zeitmesser erst zu zählen, wenn man tatsächlich ins Wasser geht - alle 5 Sekunden 3 Schwimmer und so habe mich ganz hinten eingereiht. Ein mega entspannter Start und ich hüpfe frohen Mutes ins Wasser - Blick auf die gelbe Boje. Blöderweise habe ich die kleinere Boje direkt am Anfang nicht einkalkuliert und bin relativ nah an diese gekommen. Was passierte - oh Schreck - Algen und lauter Grünzeugs - am Hals, im Gesicht, an den Händen und meine Panik kommt hoch. Schnappatmung, ein paar Züge Brust geschwommen und was soll ich sagen - meinen Kopf in die richtige Richtung gelenkt bekommen und versucht wieder ins Kraulen reinzukommen. 



Es hat geklappt - juchu - bin mit einer Schwimmzeit von 41.47 min aus dem Wasser (ohne weiteren Vorfall) und greife mir glücklich meinen Wechselbeutel. 

Da dies nur ein Vorbereitungswettkampf für Roth 2021 sein sollte, war ich sowieso tiefenentspannt und wollte einfach nur einen lockeren Wettkampf durchziehen. Die Radzeit blieb bei 2.20 h mit einem Schnitt von 33,1 km stehen. 
















Es ging weiter zum Laufen (mit einem 2 1/2 Monate alten Muskelfaserriss sowie einem aktuell angeschlagenen blauem Zeh) und ich musste direkt einen nicht aufschiebbaren Stopp im Dixi Häuschen einlegen. Da ich seit 2001 nur noch eine Niere habe und immer viel Trinken muss, gab es bei jeder Verpflegungsstelle ein Trinkpäuschen - hatte ja keinen Stress. Ein zweiter Stopp im Dixi Häuschen musste nochmal eingelegt werden und am Ende hatte ich eine Laufpace von 5:47. Meine Uhr ist so eingestellt, dass diese stoppt, sobald ich stehe - da beim Wettkampf natürlich die Zeit mit den Stopps berechnet wird, hatte ich eine Laufzeit von insgesamt 2.01 h - somit bin ich 7. in meiner AK50 geworden und mein Fazit - es wäre noch einiges mehr gegangen, was wirklich ein beruhigendes und tolles Gefühl ist. Nicht ein einziges Ermüdungsgefühl, meine Wade hat gehalten und mein Zeh hat sich auch still verhalten. Nach dem Wettkampf ging es mir top und auch die Tage hinterher - jetzt kann Roth kommen!