Triathlon- und Ausdauersport

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Meine erste Mitteldistanz in Frankfurt am Main (von Brigitte Knabben)

Am Sonntag, den 01.08.2021 war es endlich soweit. Meine erste Mitteldistanz in Frankfurt am Main stand an. Ein Tag auf den ich mich ein Jahr lang vorbereitet hatte und mit viel Freude und Aufregung entgegensah. Weniger das Training als vielmehr die Vorbereitung in den letzten Tagen vor der Abreise waren stressig. Es war mein erster Wettkampf mit Übernachtung in einer fremden Stadt. Viele Fragen gingen mir durch den Kopf: Was muss ich für die drei Disziplinen einpacken? Welche Wettkampfkleidung brauche ich? Welche Eventualitäten muss ich berücksichtigen? Sollte ich besser Flickzeug für das Fahrrad dabeihaben oder wäre dann der Wettkampf für mich ohnehin zu Ende? All solche Fragen beschäftigten mich die Tage zuvor und ließen sie wie im Flug vergehen.

Noch im Dunkeln fuhr ich am frühen Morgen mit dem Taxi zum Langener Waldsee und traf auf alle Teilnehmenden der Mitteldistanz. Beim Start um 06.30 Uhr mit einer angenehmen Wassertemperatur um die 23 Grad und im Neoprenanzug fühlte ich mich sehr wohl. Besonders der Start war gut organisiert. Alle 5 Sekunden starteten drei Schwimmende, sodass kein Pulk entstand. Während des Schwimmens hatte ich stets den Gedanken, ich dürfe nicht alles geben, denn da kommt noch was. Nach 40:51 Minuten verließ ich das Wasser mit einem guten Gefühl. 


Im Morgengrauen am Langener See

Ich hatte meine Radschuhe vorher nicht in die Pedale eingeklickt, weil ich dies in meiner Vorbereitung nicht trainiert hatte. Leider konnten wir die Schuhe aber nicht neben dem Rad stehen lassen, sodass ich die recht lange Wechselzone von etwa 600 Metern mit den Rennradschuhen zurücklegen musste. Zum Glück war die Strecke mit Vlies ausgelegt, sodass es problemlos klappte.

Die erste Runde mit dem Rad schaffte ich überraschend mit etwas über 30 km/h und übertraf mein gewünschtes Soll von 27 km/h. Die Strecke war topfeben und machte auch die nächsten Runden leicht. Die Wechselzone war bestens organisiert. Dank der Helfenden fand ich meine Laufsachen sofort und konnte nach 02:32:15h auf dem Rad schnell mit dem Laufen starten.









Wunderschöne Skyline Frankfurts bei der 2. Wechselzone


Mein Wettkampfgeist war ungebrochen und so startete ich die erste von vier Runden mit je 5km. Ich hatte zwar das Gefühl für das Tempo gänzlich verloren, aber die einzelnen Runden motivierten mich durchzuhalten und auf keinen Fall ins Gehen zu wechseln. Dies führte schlussendlich zu meiner persönlichen Bestleistung mit 01:42:59h. 


Letzte Runde fast geschafft!

Fazit: Zwar sollte man sich bei seinem ersten Wettkampf nichts vornehmen, außer das Ziel zu erreichen. Dennoch liebäugelte ich die 6-Stunden Grenze zu knacken und freute mich riesig als es mir am Ende mit 05:05 Stunden geklappt hat. Was für eine wundervolle Überraschung. Vielen Dank für die gemeinsamen Trainingseinheiten mit den TriAs! 









Anmerkung der "Redaktion": Was Brigitte in Ihrer Bescheidenheit "vergessen" hat: Mit dieser Leistung hat Sie Platz 1 in ihrer Altersklasse erreicht!

Herzlichen Glückwunsch!