Triathlon- und Ausdauersport

Teck-Neckar-Fils - Wernau e.V.

Wettkampf und „Kampf“ – Ins Ziel gestolpert (von Brigitte Knabben)

 

Am 19.09 hatte ich meine zweite Mitteldistanz in Heilbronn. Am Vortag habe ich mein Rad eingecheckt. Der Triathlon war insgesamt sehr kompakt organisiert, da es immer dieselbe Wechselzone war.

Morgens um 08.20 Uhr begann der Wettkampf an einem Seitenarm vom Neckar. Bereits beim

Einschwimmen stellte ich fest, dass es selbst mit Neopren eine recht frische Angelegenheit ist. Im Vergleich zu zur Mitteldistanz in Frankfurt 5 Wochen zuvor, war es keine angenehme Schwimmtemperatur. Bei der 2. Hälfte flussabwärts bekam ich in meiner linken Wade einen Krampf. Da mein Beinschlag ohnehin nicht sonderlich ausgeprägt ist, ließ ich ihn gänzlich weg und schaffte es so ins Ziel (42:59 Schwimmen). Alles andere als galant zog ich mir den Neoprenanzug im Sitzen aus, denn auch das muss geübt sein (05.15 1. Wechselzone).

Auf dem Fahrrad mussten zwei Runden bewältigt werden mit je 45 km. Es war eine wunderschöne Strecke, aber leider nicht so eben wie in Frankfurt. Da merkte ich sofort, dass es kein Vergleich zu meiner ersten Mitteldistanz ist. Mit der alten Zeit im Nacken, habe ich ordentlich in das Pedal getreten. Nach 3:14:27 schaffte ich die zweite Runde zu beenden und tauschte Rad gegen Laufschuhe (04:08 2. Wechselzone). 






Völlige Verausgabung am Rad


Beim Laufen gab es vier Runden bei denen jeweils eine Runden im Frankenstadion gelaufen werden musste. Bereits bei der ersten Runde merkte ich, dass ich meine Kräfte nicht gut eingeteilt hatte. So musste ich bei jeder Laufrunde Gehpausen einlegen. Ich habe sehnsüchtig den Rundenbändern entgegengesehen und sie als Motivation für die nächste Runde genommen. Mir kamen immer wieder Stimmen zu Ohren „oh, sie ist kurz vorm Einbrechen“ oder „kann man Ihnen helfen?“. Ich muss wohl ein sehr trauriger Anblick gewesen sein. Während dieser quälenden letzten Disziplin gingen mir ständig die Gedanken durch den Kopf, dass ich mich beim Rad völlig verausgabt hatte und mich wohl auch zu schlecht auf dem Rad versorgt habe. Aber ich stellte mir auch die Frage, ob es vielleicht auch insgesamt zu viele Wettkämpfe in letzter Zeit waren. In jedem Fall bin ich so schwerfällig wie noch nie gelaufen. Schließlich stolperte ich nach 2:04:41 mit einer wichtigen Erfahrung mehr ins Ziel. 


Gorilla an der Laufstrecke













Schwerfälliges Laufen mit Gehpausen

Eigentlich war ich schon am Einpacken und auf dem Weg nach Hause als ich von Organisatoren erfuhr, dass ich den ersten Platz in meiner Altersklasse gewonnen habe. Was für eine Überraschung nach diesem zähen Kampf. 







Aufmerksamkeit von meinem Mann

Ein Ende mit Medaille (Deutsche Meisterin in AK 55)


Liebe TriAs, herzlichen Dank für eure Unterstützung mit all den Trainingseinheiten.